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Headline: Projekte
Die Familie im Mittelpunkt:
Das Kultur-, Bildungs- und Kommunikationszentrum "KuBiKo"

Mit dem EU-geförderten Projekt KuBiKo kehrte neues Leben in das Quartier rund um den Hemelinger Marktplatz ein. An zwei benachbarten Orten – in der Godehardstr. 19-21 – ist ein Kultur-, Bildungs- und Kommunikationszentrum mit einer Strahlkraft bis über die Ortsgrenzen hinaus entstanden. Für die Realisierung des Leuchtturmprojektes mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 3,4 Millionen Euro wurden ein gründerzeitliches Verwaltungsgebäude und eine alte Schule von Grund auf saniert und modernisiert. Der Startschuss für die umfangreichen Baumaßnahmen fiel im Sommer 2007, die offizielle Eröffnung des neuen Zentrums wurde am 10. Oktober 2008 gefeiert.

Mit dem KuBiKo eröffnete im Stadtteil ein Treffpunkt für Alt und Jung, der sich mit seinem umfassenden Angebot an Information, Beratung und Unterstützung insbesondere für Familien zur ersten Anlaufstelle im Quartier entwickelt. Auch in punkto wirtschaftlicher Strahlkraft ist die Einrichtung ein Gewinn: Mit der Besucherfrequenz wird der umliegende Handel sichtbar belebt. Auf längere Sicht kann sich so das Image Hemelingens in der Öffentlichkeit weiter positiv verändern. Ein weiterer erfreulicher Nebeneffekt: Zwei das Ortsbild prägende Gebäude konnten langfristig im Bestand gesichert werden.


Osenbrückstr. 16-18: Erste Anlaufstelle für Familien

Mit der Stiftung St. Petri Kinder- und Jugendhilfe, dem Deutschen Roten Kreuz und der von beiden gemeinsam gegründeten JUS – Bremer Jugendhilfe und Soziale Arbeit (g)GmbH – sind namhafte Kooperationspartner in das ehemalige Verwaltungsgebäude der Maschinenfabrik Bohm & Kruse in die Godehardstr. 19 (ehemals Osenbrückstr 16-18) gezogen. Sie bieten dort einen umfassenden Familienservice mit Elternberatung, Informationen und Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche. Kernstück ihres Angebots bildet das Projekt PrimaverA. Seit September 2008 werden im KuBiKo Kinder unter drei Jahren betreut, um Eltern den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern. Es wurden 32 Ganztagsplätze für die Kleinen eingerichtet; damit hat sich eine Betreuungslücke im Ortsteil geschlossen.

Auch das Ortsamt Hemelingen ist in das KuBiKo eingezogen und hat seinen Sitz aus dem alten Rathaus in die Osenbrückstraße verlagert. Dort ist das Amt nun auf einer rund 270 Quadratmeter großen Teilfläche im Dachgeschoss des Gebäudes zu Hause. Im ersten Obergeschoss ist ein großer, behindertengerechter Sitzungssaal entstanden. Er wird regelmäßig für Versammlungen des Beirats und der weiteren Mieter, aber auch für andere öffentliche Veranstaltungen genutzt. Mitten im Stadtteil angesiedelt, ist die Behörde nun noch besser zu erreichbar und damit näher an den Bürgern. Ein weiterer wichtiger Mieter im KuBiKo ist das Bürgerhaus Hemelingen, das ein uriges Atelier unter dem Dach des Gebäudes bezogen hat. Hier finden die Mal- und Kreativkurse der Einrichtung statt.


Godehardstr. 21: Kunst, Kultur und Soziales unter einem Dach

Das ehemalige Schulgebäude Godehardstr. 21 steht nach seinem Umbau ganz im Zeichen von Kunst, Kultur und Sozialem. Der Verein "Ein Haus für unsere Freundschaft", der hier schon seit über 20 Jahren Jugend- und Integrationsarbeit leistet, hat weitere Räumlichkeiten erhalten und konnte damit sein Angebot erweitern. Für den zweiten Mieter, den Verein Schule 21, entstanden neue Atelierplätze und ein Veranstaltungsraum als Ort der Begegnung, der für Ausstellungen und andere Veranstaltungen zur Verfügung steht. Die Gründungsmitglieder des Vereins Schule 21 wohnen außerdem im Rahmen einer Mietergemeinschaft im ersten Obergeschoss der Godehardstr. 21. Die Herrichtung der Räume für das Wohnprojekt wurde außerhalb der EU-Ziel-2-Förderung über die Stadtsanierung möglich.

Während der grundlegenden Sanierung des Gebäudes mussten die alten und gleichzeitig auch neuen Mieter der Godehardstr. 21 vorübergehend das Feld räumen. Das „Haus für unsere Freundschaft e.V.“ setzte seine Arbeit dennoch fort: In einem 40 Quadratmeter großen, von der GEWOBA zur Verfügung gestellten Wohncontainer haben die Jugendlichen Schularbeiten erledigt und Freizeitangebote des Vereins wahrgenommen. Das Tonstudio des Hauses zog für die Dauer des Umbaus in Räumlichkeiten des Instituts für Berufs- und Sozialpädagogik (ibs) und für die Fortsetzung der Sprachkurse gewährte das Stiftungsdorf Hemelingen Platz. Die Schule 21 e.V. hatte die Zeit bis zum Widereinzug in unterschiedlichen Räumen in der Bremer Neustadt und im Ostertor verbracht. Die Atelierarbeit ruhte damals, läuft jetzt aber mit erweitertem Angebot.



Neue Zeiten in Bremen Hemelingen